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Schiff mit 400 Menschen an Bord treibt im Mittelmeer: Erneuter Streit zwischen Italien und Malta wegen Flüchtlingsschiff

Schiff mit 400 Menschen an Bord treibt im Mittelmeer: Erneuter Streit zwischen Italien und Malta wegen Flüchtlingsschiff

Italien und Malta streiten erneut über die Zuständigkeit für ein Flüchtlingsschiff, das im Mittelmeer zwischen dem Inselstaat und der italienischen Insel Lampedusa treibt. Italiens Innenminister und Vize-Regierungschef Matteo Salvini sagte am Freitag, er werde dem Schiff mit mehr als 400 Menschen an Bord nicht erlauben, in einem italienischen Hafen anzulegen.

“Malta, die Schleuser und die Gutmenschen sollen wissen, dass dieses Schiff hier nicht anlegen wird”, schrieb der Chef der rechtsextremen Partei Lega im Online-Netzwerk Facebook.

Die Regierung in Valetta behauptete indes, das Schiff befände sich näher an italienischem als an maltesischem Staatsgebiet. Zudem würden die Menschen an Bord lieber nach Italien einreisen. Nach Angaben des italienischen Außenministeriums hatte das Boot die Behörden in Rom Freitagfrüh alarmiert, dass es Minderjährige an Bord habe, die “dringend Hilfe benötigen”. Das Schiff habe sich zu diesem Zeitpunkt allerdings in maltesischen Gewässern befunden.

Nach “Lifeline” und “Aquarius”

Die beiden südeuropäischen Staaten haben in den vergangenen Wochen wiederholt über die Zuständigkeit für für Flüchtlingsschiffe gestritten. Im vergangenen Monat musste Malta das Flüchtlings-Hilfsschiff “Lifeline” mit 234 Menschen an Bord anlegen lassen. Tage zuvor hatten Italien und Malta das Rettungsschiff “Aquarius” mit 630 Flüchtlingen an Bord zurückgewiesen, so dass es nach Spanien umgelenkt werden musste. 

Salvini will die Zahl der in Italien ankommenden Flüchtlinge auf Null senken. Im Juni hatte er entschieden, dass Schiffe von Hilfsorganisationen mit Flüchtlingen an Bord nicht mehr in italienischen Häfen anlegen dürfen. Italien ist das Hauptankunftsland für Flüchtlinge, die von Afrika aus über das Mittelmeer in die EU gelangen.

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