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München: Leihräder-Probleme in Innenstädten – Obike abgetaucht

München: Leihräder-Probleme in Innenstädten – Obike abgetaucht

„Das ist ein großes Ärgernis. Wir versuchen, seit Wochen und Monaten bei Obike jemanden zu erreichen, der sich um die Entfernung der Räder kümmert“, sagt etwa der Fahrradbeauftragte der Stadt München, Florian Paul. Auf 1000 Räder sollte Obike seinen Fuhrpark in München reduzieren, aber noch immer seien 3000 in der Stadt.

Obike wurde erst im vergangenen Jahr gegründet und bietet in mehreren europäischen Städten seine Leihräder an. Für Unruhe sorgt, dass Obike Singapur Insolvenz angemeldet hat. Der Gründer des Leihradanbieters Obike räumte wirtschaftliche Schwierigkeiten ein, wies aber Aussagen über einen Rückzug aus Deutschland zurück. „Wir haben tatsächlich finanzielle Probleme“, sagte der Unternehmer Shi Yi dem „Handelsblatt“ (Freitag). Aber man arbeite an einer Lösung und bleibe am Standort Deutschland weiterhin vertreten.

Stadt lässt rechtliche Schritte prüfen

Zuständig für das Einsammeln der Räder ist nach eigenen Angaben das Schweizer Transportunternehmen „Umzug 24“. Problematisch sei aber die Ortung der Räder, weil die App für die Nutzer nicht mehr richtig funktioniere, sagte „Umzug 24“-Mitarbeiter Sercan Ocar der Deutschen Presse-Agentur. Mit deutschen Städten habe sich „Umzug24“ bislang noch nicht in Verbindung gesetzt, sagt Firmenchef Firat Kutal. Das habe er aber bald vor. Bislang hätten sie nur in Rotterdam, Zürich und Wien Räder eingesammelt.

In München ist man mittlerweile schon einen Schritt weiter: „Wir lassen rechtlich prüfen, welche Möglichkeiten die Stadt hat.“ Weil die Obikes weder herrenlos noch städtisches Eigentum sind, darf die Stadt sie nicht einfach selbst wegräumen. „Sie gehören dem Unternehmen, und das ist verpflichtet, sich darum zu kümmern.“

Dass nun „Umzug24“ zuständig sein soll, habe der Stadt München bisher noch niemand mitgeteilt, sagte der Radverkehrsbeauftragte Paul am Mittwoch. Warum ruft er dort nicht an? „Erster Ansprechpartner bleibt für uns erst mal Obike“, sagt Paul. „Es geht auch darum, dass Obike klar macht, ob mit den Rädern noch etwas passieren soll.“ In Deutschland müssen Nutzer laut Obike-Website eine „zurückerstattbare Kaution von 79 Euro“ zahlen. Beschwerden von Nutzern waren dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Berlin laut einer Sprecherin nicht bekannt.

Auch in anderen deutschen Städten Probleme

Doch neben München haben auch andere deutsche Städte Probleme mit Obike: In Hannover erreicht man laut einer Sprecherin der Stadt seit vergangenem Donnerstag niemanden mehr bei Obike. In Frankfurt habe die Firma immer seltener falsch abgestellte Räder rechtzeitig entfernt und sei dann teils nicht mehr erreichbar gewesen, sagte der Sprecher des Verkehrsdezernats.

Im Juni hatte Obike angekündigt, sich aus Frankfurt zurückzuziehen, vergangenen Mittwoch habe die Stadt das letzte Mal etwas von dem Anbieter gehört. „Da hieß es, sie würden noch nach einer Firma suchen, die die Fahrräder wegräumt.“ Der Verleiher habe 1200 Räder in Frankfurt.

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